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Diese Fortbildung wird vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung aus Berlin durchgeführt. Sie eröffnet die Möglichkeit der Annäherung an gegenwärtigen Antisemitismus. Abseits erinnerungspolitischer Bekenntnisse und individuellen Intentionen tritt Antisemitismus als gesamtgesellschaftliche Gewaltpraxis in allen Lern- und Sozialräumen auf. Auch an Schulen wirkt die übliche Spannweite der antisemitischen Manifestationen, von strukturellen und subtilen Ausdrucksformen bis hin zu expliziten Aggressionen. Zugleich sind Bagatellisierungen von Antisemitismus und ausbleibende Interventionen von Seiten der nichtjüdischen Mehrheit Strukturmerkmale im institutionellen Umgang damit (vgl. z.B. Chernivsky/ Lorenz 2022).
Auch in Bezug auf die Relevanz des Themas besteht eine starke Perspektivendivergenz (Antisemitismusbericht 2017) zwischen den Wahrnehmungen jener, die von Antisemitismus betroffen sind und denjenigen, die nicht-jüdisch positioniert sind.
Basierend auf den Prinzipien antisemitismuskritischer Bildung und dem Dialogischen Reflexionsansatz (Chernivsky 2014) werden durch selbst- und gesellschaftsreflektierende bzw. praxisorientierte Methoden Impulse für einen wirksamen Umgang mit Antisemitismus gesetzt, bei dem der Schutz von Betroffenen im Vordergrund steht.
Ebenso wird in das Unterrichtsmaterial „Antisemitismus? Gibt’s bei uns nicht. Oder etwa doch?“ eingeführt. Es wurde vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung und der International School for Holocaust Studies Yad Vashem entwickelt und bietet die Chance, Antisemitismus anhand von konkreten Fällen mit Schüler:innen besprech- und bearbeitbar zu machen. Die Mechanismen und Funktionen von Antisemitismus und seine Wirkung auf Betroffene, insbesondere im Kontext Schule, stehen auch hier im Vordergrund. Lehrkräfte können sich zudem mit Qualitätskriterien vertraut machen, die für eine professionelle Anwendung mit den Schüler:innen essenziell sind. Das Unterrichtsmaterial wird für den Einsatz ab der 8. Klassenstufe empfohlen.
Aufgrund der fächerübergreifenden Relevanz und institutionellen Verankerung von Antisemitismus richtet sich dieses Fortbildungsangebot an alle Lehrkräfte und weiteres Fachpersonal an Schulen.
Ziele:
27.08.2026
14:00 - 18:00 Uhr
Am Weidedamm 20, LIS (Am Weidedamm)
28.08.2026
09:00 - 17:00 Uhr
Am Weidedamm 20, LIS (Am Weidedamm)